20 -September -2017

 

Als Mitglied des SWISS NLP haben wir die Ethikrichtlinien des Schweizerischen Verbandes für Neurolinguistisches Programmieren unterzeichnet.

 

Ethikrichtlinien des SWISS NLP

Fachpersonen mit einem Berufszertifikat SWISS NLP haben sich zur Einhaltung dieser Ethikrichtlinien verpflichtet.

1. Grundsätze einer NLP-Beratung

NLP ist ein Ziel- und ressourcenorientiertes Modell

Transparenz der Arbeitsweise: Die SWISS NLP-Fachperson ist bereit und fachlich befähigt, ihre Arbeitsweise zu erklären und auch Teilschritte transparent zu machen. Die Arbeitsweise ist partnerschaftlich und so angelegt, dass der/die KlientIn ihre Eigenständigkeit und Selbstverantwortung wahrnehmen kann und soll.
Die Vorgehensweise entspricht den NLP-Grundannahmen. Im Zentrum stehen z.B.: 'Die Ressourcen liegen im Mensch drin.' Wir fokussieren auf das Potenzial und nicht auf den Mangel. 'Nimm nichts weg sondern füge neue Möglichkeiten hinzu'. Wertschätzung der positiven Absicht. 
Kompetente Anwendung und Nutzung der Wahrnehmungs­positionen: Selbstwahrnehmung (1. Position), Empathie (2. Position) und Reflexion aus innerer Distanz (3. Position). 
Die SWISS NLP-Fachperson ist für den Rapport verantwortlich, sie baut die Verständigungsbrücke.

2. Verantwortlichkeit

Die SWISS NLP-Fachperson übernimmt Verantwortung für die Ausformulierung und Einhaltung des Arbeitsvertrages zwischen ihr und dem/der KlientIn. Zum Arbeitsvertrag gehören insbesondere Zielsetzungen, Arbeitsweise und Art der Methode, Zeitrahmen, Honorarabsprachen, Schweigepflicht.
Die SWISS NLP-Fachperson trägt die Verantwortung für ihr berufliches Handeln im Wissen um die möglichen persönlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.
Abgrenzung: Die SWISS NLP-Fachperson ist für ihre persönliche Handlungsfähigkeit verantwortlich und sie lehnt Aufträge ab, die sie nicht fachgerecht ausführen kann oder gegen die Grundsätze einer NLP-Beratung bzw. dieser Ethikrichtlinien verstossen.
Abhängigkeiten zwischen SWISS NLP-Fachperson und KlientIn müssen thematisiert und aufgelöst werden.

3. Berufliche Kompetenz

Eine SWISS NLP-Fachperson verfügt über fachliche, soziale, persönliche und emotionale Kompetenzen.
Fachkompetenz: Eine SWISS NLP-Fachperson verpflichtet sich, ihr NLP-Fachwissen und ihre Beratungskompetenz zum Wohlbefinden und im Interesse der KlientInnen zu nützen. Ihre Tätigkeit soll im Rahmen der Kompetenz stattfinden. Bei fachübergreifenden Aufgaben werden die entsprechenden Fachleute (z.B. Ärzte) beigezogen.
Soziale Kompetenz: Die SWISS NLP-Fachperson benutzt ihre kommunikativen Fähigkeiten und Techniken zum Wohle der KlientIn. Sie verhält sich in ihrer Rolle kongruent. Sie hat einen erweiterten Verhaltensspielraum und berücksichtigt in ihrem Vorgehen aktuelle und zukünftige Gesamtsituation der KlientIn. Sie achtet bei Veränderungsarbeiten auf die Oekologie der KundIn. 
Persönliche und emotionale Kompetenz: Eine SWISS NLP-Fachperson hat Zugang zu ihren eigenen Ressourcen und verfügt über Selbstwahrnehmung, Selbstregulierung, Motivation, Empathie. Sie hat ihre persönliche Biographie aufgearbeitet.
Bei Beeinträchtigung der beruflichen Handlungsfähigkeit, etwa durch Krankheit oder Befangenheit, werden angemessene Vorkehrungen getroffen.
Eine SWISS NLP-Fachperson verpflichtet sich zu regelmässiger Weiterbildung und Selbstrefflektion.

4. Schweigepflicht und Datenschutz

Eine SWISS NLP-Fachperson verpflichtet sich zur Einhaltung des Berufsgeheimnisses und zur aktiven Sicherung der ihr anvertrauten Informationen.
Die Weitergabe von Informationen ist nur statthaft, wenn sie im Interesse der Betroffenen liegt und mit deren ausdrücklicher Einwilligung geschieht.
Ist die Weitergabe durch gesetzliche Bestimmungen vorgeschrieben und durch die zuständige Behörde angeordnet worden, muss dies den betroffenen Personen unter Angabe von Grund und Inhalt der Information mitgeteilt werden.
Sie sorgt dafür, dass alle Dokumente vertraulicher Art vor dem Zugriff Dritter geschützt und möglichst bald, spätestens nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist, vernichtet werden.

5. Gestaltung der beruflichen Beziehungen

Eine SWISS NLP-Fachperson darf das aus der professionellen Beziehung entstehende (Abhängigkeits-)Verhältnis nicht missbrauchen. Missbrauch liegt dann vor, wenn die SWISS NLP-Fachperson ihre Verantwortung gegenüber der KlientIn nicht wahrnimmt und eigene persönliche, z.B. sexuelle, wirtschaftliche, soziale oder spirituelle Interessen befriedigt. Sie unterlässt jegliche Verhaltensweise sexueller Art gegenüber KlientInnen.
Sie respektiert die Würde und Integrität der Personen, mit denen sie in beruflicher Beziehung steht, insbesondere ihr Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.
Sie informiert offen über die Möglichkeiten und Grenzen der angebotenen Leistung.
Vor jeder Übernahme eines Auftrages werden klare Honorarvereinbarungen getroffen. Erstgespräche werden in der Regel in Rechnung gestellt. Beratende Telefongespräche können nach Zeitaufwand verrechnet werden. Bei Barzahlungen haben Klienten den Anspruch auf eine Quittung. Für die Zuweisung von KlientInnen darf keine Provision geleistet oder empfangen werden.

6. Bekanntmachung von Angeboten

Die Angaben über Ausbildung, Titel und Erfahrungen sollen klar und ehrlich sein und zu keinen Täuschungen Anlass geben.
Über zu erwartende Erfolge und Auswirkungen aufgrund der Zusammenarbeit mit der SWISS NLP-Fachperson soll realistisch informiert werden.
Eine SWISS NLP-Fachperson verpflichtet sich zu Ehrlichkeit, Sachlichkeit und Verhältnismässigkeit.

7. Mitverantwortung für die Berufsethik des SWISS NLP und ihrer Mitglieder

Ein SWISS NLP-Mitglied unterstützt die ethischen Ziele des SWISS NLP, wie sie hier formuliert sind, respektive als integraler Bestandteil der Statuten bestehen.
Verstösse gegen die Standesregeln können dem Vorstand der SWISS NLP gemeldet werden. Die Beschwerden werden vom Vorstand behandelt.
Wer gegen die Ethikrichtlinen verstösst, kann vom Verband ausgeschlossen werden. Im schlimmsten Fall kann eine Person auch verzeigt werden.

Beschlossen an Vorstandsitzung vom 9.12.2002